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31 Mai 2016 | Hotels

Zagreb, Ljubljana, Sarajevo und Podgorica: Hotelmärkte mit Potential

Wien. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die ersten beiden Ausgaben einer Serie von Hotelmarktstudien mit dem Schwerpunkt Zentral- und Osteuropa erschienen waren, hat Hotelimmobilienspezialist Christie & Co nun nachgelegt: Die dritte Publikation, in der Kernmärkte in der CEE-Region analysiert werden, beschäftigt sich mit Markttrends in Zagreb, Ljubljana, Sarajevo und Podgorica.

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„Die in dieser Studie analysierten Märkte hatten zwar mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen und verbuchten über mehrere Jahre hinweg nur ein sehr geringes Wachstum des Hotelangebotes. Allerdings zeigen drei der vier Märkte seit 2010 einen Aufwärtstrend, was langsam auch wieder vermehrt Touristen, Projektentwickler und Investoren in die jeweiligen Städte lockt. Nur Podgorica hinkt noch etwas hinterher. Zudem profitieren die Hauptstädte in der CEE-Region von der überhitzten Wettbewerbssituation in manchen westeuropäischen Märkten, da Investoren nun nach Objekten an Standorten Ausschau halten, die weniger vom Wettbewerbsdruck geprägt sind und wo sie daher noch attraktive Preise erzielen können,” erklärt Lukas Hochedlinger, Managing Director Germany, Austria & CEE bei Christie & Co.
 
Mit insgesamt 52 Hotels und 4.000 Hotelzimmern ist Zagreb der größte Markt in dieser Vergleichsanalyse. Wie die Studie von Christie & Co zeigt, verbuchte Kroatiens Hauptstadt in den vergangenen Jahren einen stetigen Anstieg an Nächtigungen. In den letzten drei Jahren waren die Zuwachsraten sogar jeweils zweistellig. Nachdem sich die Stadt immer mehr zu einem Verkehrsknotenpunkt entwickelt, wird nach Ansicht von Marvin Kaiser, Consultant Investment & Letting Austria & CEE bei Christie & Co, Zagrebs Hotelindustrie auch vermutlich von einer steigenden Nachfrage profitieren. „Hinzu kommt, dass Kroatiens Konjunkturwachstum insgesamt opportunistische Investoren aus dem Ausland auf den Plan rufen wird, die das wachsende Potential sowohl im Geschäfts- als auch im Freizeitsegment wittern. Wenngleich die Anzahl der Hoteltransaktionen in Zagreb in jüngster Zeit überschaubar war, bieten Kroatiens Wirtschaftswachstum insgesamt sowie die steigende Nachfrage gepaart mit dem derzeitigen Mangel an Markenhotels vielversprechende Chancen für Investoren. Daher gehen wir davon aus, dass kroatische wie internationale Player neue Objekte in Kroatiens Hauptstadt im Auge behalten werden“, so der Experte.
 
Ljubljana hingegen bietet bei 29 Hotels nur knapp 2.500 Zimmer, wobei über 85 Prozent des identifizierten Zimmerangebotes dem oberen und mittleren Segment zuzuordnen sind. Auch Sloweniens Hauptstadt erfreute sich an gesunden Zuwachsraten im Hinblick auf die touristische Nachfrage – ein Trend, der vermutlich anhalten wird. „Aufgrund seiner strategischen Lage, relativ niedriger Immobilienpreise sowie den kaum vorhandenen Beschränkungen für Käufer scheint sich Ljubljana zu einem aufstrebenden Markt für Hotelinvestments zu entwickeln”, gibt sich Kaiser zuversichtlich.
 
Mit 65 kategorisierten Hotels verfügt Sarajevo über die höchste Anzahl an Beherbergungsbetrieben, allerdings nur über 2.300 Zimmer. Die Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas erfreute sich nicht nur eines starken Anstiegs touristischer Nachfrage, sondern ist auch von einer Unterversorgung mit markengebundenen Betrieben gekennzeichnet: Nur zehn Prozent gehören einer Marke an. Wie Marvin Kaiser betont, bietet Sarajevo daher Potential für internationale Hotelmarken, den Markt zu erobern und damit auch sowohl einheimische als auch internationale Investoren anzuziehen. „Zudem nehmen Investitionen insgesamt aus der Golfregion in Bosnien-Herzegowina zu. Daher erwarten wir, dass die Investmentaktivitäten auch im Hotelsektor steigen werden”, fügt Kaiser hinzu.
 
Podgorica, der kleinste der vier analysierten Märkte, kämpft nach wie vor mit den Folgen der Krise. „Ein wesentliches Nachfragewachstum blieb aus, was auch der Hotelbranche zusetzte. Die meisten Hoteleigentümer in Podgorica möchten entweder verkaufen oder warten darauf, dass der Markt wieder anzieht. Dennoch verzeichnete die Stadt mit dem Verkauf der Delta City Shopping Mall in diesem Jahr bereits eine bedeutende Transaktion – und nachdem der Euro schon als inoffizielle Währung behandelt wird und die Verhandlungen über einen EU-Beitritt Montenegros vorankommen, gehen wir davon aus, dass Podgorica mittelfristig auch mehr Investoren anlocken wird”, stellt Kaiser fest.
 
„Sicherlich schneiden die kleineren Hauptstädte der CEE-Region im Vergleich mit bedeutenden Märkten wie Budapest, Prag oder Warschau, die sich starken Wachstums und reger Investmentaktivitäten erfreuten, eher weniger gut ab. Nichtsdestotrotz zeigt unsere Studie, dass sie bei näherer Betrachtung ein paar interessante Überraschungen bereithalten und attraktive Chancen für Betreiber und Investoren gleichermaßen bieten”, resümiert Lukas Hochedlinger.