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22 November 2019 | Hotels

Christie & Co veröffentlicht ersten länderübergreifenden Marktbericht im Kinderbetreuungssektor

Christie & Co hat kürzlich den ersten Marktbericht „Early Childhood Education & Care Workforce Trends and Associated Factors“ veröffentlicht. Dieser Bericht wurde von unserem „Childcare“-Team recherchiert und zusammengestellt, und untersucht Nachfragefaktoren, Betreuungsmodelle, Qualifikationsanforderungen, genauso wie Finanzierungsthemen, Elternurlaub und die sogenannte „Betreuungslücke“ in diesem spannenden Sektor.

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In allen untersuchten Ländern, zu denen neben Deutschland auch Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, Australien, die USA und Japan gehören, sind die Nachfragetreiber für den Sektor nach wie vor sehr positiv und dürften es auch bleiben. Zu den Nachfragetreibern zählen zum Beispiel die Geburtenraten und Frauenarbeitslosenquoten. Der Sektor wird als lebenswichtiger Service für viele Familien angesehen, der in den meisten Fällen von hervorragenden Betreibern erbracht wird, die sich leidenschaftlich für die Betreuung und den Bildungsbeitrag unserer Kinder engagieren. Obwohl es viele strukturelle und kulturelle Unterschiede gibt, ist die Rolle der Arbeitskräfte entscheidend für die Bereitstellung einer effektiven Versorgung in den ersten Jahren.

Der Bericht identifiziert einen wichtigen aufkommenden Trend bei den Geburtenraten in den meisten Schwerpunktländern, nämlich dass die Zahl der Kinder pro Frau abnimmt. Deutschland zeichnet sich als eines der beiden einzigen Länder aus, in dem die Geburtenrate gestiegen ist. Die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau ist von 2014-2017 um 2,2% gestiegen.

Insbesondere in Deutschland wird in dem Bericht auch ein wichtiger Trend bei der Frauenarbeitslosigkeit aufgezeigt. Die Raten sind in den letzten 10 Jahren von 7,6% auf 3,1% gesunken und gehören derzeit zu den niedrigsten der untersuchten Länder.

Die Befragung von Christie & Co unter Betreibern des Sektors ergab, dass die durchschnittlichen Personalkostenspannen zwischen 35-80% des Umsatzes liegen, wobei das Verhältnis von Kindern zu Mitarbeitern ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung der Höhe der Personalkosten ist.

Es ist zu beobachten, dass die deutschen Personalquoten zu den höchsten aller untersuchten Ländern gehören, wobei die Mitarbeiter 4-8 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreuen müssen. Von 3-5 Jahren steigen die Personalquoten deutlich an, wobei die Mitarbeiter zwischen 9 und 20 Kinder betreuen müssen. Es gibt viele Faktoren, die sich auf die Personalkennzahlen auswirken, darunter gesetzliche Anforderungen, Qualifikationsniveaus, die Altersgruppe der Kinder und betriebliche Faktoren.
 
Der Bericht befasste sich auch mit der sogenannten „Betreuungslücke“ - dem Zeitraum zwischen dem Ende des Mutterschaftsurlaubs und dem Beginn des Betreuungsanspruchs - die sich in den Betreuungsmodellen der untersuchten Länder zeigt. Als wesentliche Einflussfaktoren für diese Lücke wurden Mutterschaftsurlaub, Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung und Schulpflicht identifiziert. Die wichtigsten Grundlagen hierbei sind die Gesamtbevölkerung der Länder, die Bevölkerung der 0-4-Jährigen, die Entwicklung der Geburtenraten, die Beschäftigungsentwicklung und die Nachfrage nach Kinderbetreuung.

In Deutschland ist die Kinderbetreuungslücke im Vergleich zu anderen Ländern moderat. Die staatlichen Mittel, wie beispielsweise der voll bezahlte Mutterschaftsurlaub, sind anfangs relativ gering, da den Müttern nur 8 Wochen zur Verfügung stehen. Kinder haben jedoch ab dem Alter von 1 Jahr Anspruch auf Kinderbetreuungsleistungen. Hierbei übernimmt der Staat die Kosten für eine bestimmte Stundenanzahl der Kinderbetreuung und ermöglicht den Eltern somit den früheren Wiedereinstieg ins Berufsleben. Zum Vergleich: Dänemark hat 32 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub.
 
In Ländern wie Skandinavien gibt es eine geringere Kinderbetreuungslücke, vor allem weil Kinder dort sehr früh Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz haben und die Regierungen dafür verantwortlich sind, dass diese Forderung erfüllt wird.

Courteney Donaldson, Managing Director, Childcare & Education bei Christie & Co: „Als führende Experten im Sektor dürfen wir uns jedes Jahr mehr als 1.000 Kinderbetreuungsplätze bzw. Einrichtungen in Europa, dem Mittleren Osten, Asien, China, Hongkong und Japan ansehen. Interessant ist es die Gemeinsamkeiten zwischen den Einrichtungen weltweit zu beobachten, trotz der unterschiedlichen wirtschaftlichen, rechtlichen und demographischen Landschaften und trotz der geografischen Entfernungen zwischen ihnen. Die Kinderbetreuung hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht verändert. Dieser Bericht wurde aus dem Bestreben heraus erstellt, die operative Landschaft der britischen Kinderbetreuungseinrichten mit anderen ausgewählten Ländern zu untersuchen und zu vergleichen, und zwar mit langfristiger Nachhaltigkeit und höchster Qualität der Ergebnisse, wobei die Arbeitskräfte im Vordergrund unserer Überlegungen standen. Wir haben diesen Bericht erstellt, in der Hoffnung, über die weltweiten Trends der Arbeitskräfte in diesem Sektor zu informieren und die Debatte darüber zu fördern und anzuregen.“

Michael Hodges, Head of Consultancy - Healthcare bei Christie & Co sagt: „Christie & Co ist stolz darauf, im Kinderbetreuungssektor zu arbeiten, der wie dieser Bericht zeigt, ein enorm wichtiger globaler Sektor ist. Durch den Vergleich und die Gegenüberstellung der verschiedenen Länder wird deutlich, dass es viele kulturelle, strukturelle und rechtliche Unterschiede gibt, obwohl es auch Schlüsselthemen gibt, die sich herausbilden und Ländergrenzen überschreiten. Sehr positiv ist die Nachfrage und der Appetit der Anleger auf diese Einrichtungen, was auf die starken zugrunde liegenden Nachfragefaktoren zurückzuführen ist, die durch Bedarf und demografische Trends gestützt werden. Was wirklich beeindruckend ist, ist die Leidenschaft, die so viele Betreiber dem Sektor entgegenbringen, während sie sich bemühen, die bestmöglichen Ergebnisse für die Kinder zu erzielen.“

Die ausführliche Studie können Sie hier herunterladen.
Der Bericht ist in englischer Sprache verfasst.